Willkommen auf der Homepage des Südwestdeutschen Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung

Der Südwestdeutsche Arbeitskreis für Stadtgeschichts- forschung widmet sich seit mehr als 50 Jahren der Erforschung der Stadtgeschichte auch über den südwestdeutschen Raum hinaus. Im Mittelpunkt seiner Tätigkeit des Arbeitskreises stehen die alljährlichen Arbeitstagungen, die jeweils bestimmten, vielfach epochenübergreifenden Themen gewidmet sind. Die Ergebnisse der Tagungen erscheinen regelmäßig im Jan Thorbecke Verlag in der Reihe "Stadt in der Geschichte".

Seit 1963 traten nahezu alle renommierten Stadthistoriker und zahlreiche prominente Vertreter benachbarter Forschungs- felder auf von Peter Blickle über Laetitia Boehm, Hartmut Boockmann, Karl Czok, Edith Ennen, Josef Fleckenstein, Arthur E. Imhof, Peter Johanek, Wolfgang Leiser, Erich Maschke, Eberhard Naujoks, Volker Press, Walter Schlesinger, Berent Schwineköper und Jürgen Sydow bis zu Ernst Walter Zeeden. Auch aus dem benachbarten Ausland konnte der Arbeitskreis immer wieder Referenten gewinnen, etwa Heinz Dopsch, Heinrich Koller und Wilhelm Rausch aus Österreich, Ulrich Im Hof aus der Schweiz und Bernard Vogler aus Frankreich. Auch aus Osteuropa kamen - zu einer Zeit, als das noch keineswegs selbstverständlich war - immer wieder Referenten, beispielsweise Štefan Kazimír aus der damaligen CSSR, András Kubinyi aus Ungarn oder Tadeusz Roslanowski aus Polen.

In den über 50 Jahren seiner wissenschaftlichen Tätigkeit hat der Südwestdeutsche Arbeitskreis für die Stadtgeschichts- forschung schon vielfach wegweisend gewirkt. Die Tagungen zu Themen wie "Gesellschaftliche Unterschichten" (1966), "Städtische Mittelschichten" (1969), "Städtisches Haushalts- und Rechnungswesen" (1973), "Städtische Versorgung und Entsorgung" (1979), "Stadt und wirtschaftliche Selbstver- waltung" (1983 "Städtische Randgruppen und Minderheiten" (1984), "Stadtbilder der Neuzeit" (2003) oder Kaftan, Kreuz und Kopftuch. Religiöse Koexistenz im urbanen Raum (2005) verliehen der deutschen Stadtgeschichtsfor- schung neue Impulse und prägen den Gang der Fachdiskussionen bis heute.

 

Organe des Arbeitskreises sind - gemäß Satzung - der Vorstand und der Beirat. Der Vorstand besteht derzeit aus Prof. Dr. Bernd Roeck (Zürich) als Vorsitzendem, Dr. Ernst Otto Bräunche (Karlsruhe) als stellvertretendem Vorsitzendem, Dr. Michael Diefenbacher (Nürnberg) als Schatzmeister sowie Prof. Dr. Ellen Widder, Dr. Wolfgang Mährle und Dr. Michael Stephan (München) als Beisitzer.

Der Beirat umfasst alle ordentlichen Mitglieder des Arbeitskreises, deren Zahl auf insgesamt 40 begrenzt ist; bei dieser Höchstzahl werden allerdings nur die unter 65jährigen Mitglieder in Anrechnung gebracht. Der Beirat wählt den Vorstand, entscheidet über die Berufung von korrespondierenden und ordentlichen Mitgliedern und unterstützt den Vorstand bei dessen Aufgaben.

Die Zahl der korrespondierenden Mitglieder des Arbeitskreises ist nicht beschränkt; in den der Beirat in der Regel Personen wählt, die der Stadtgeschichtsforschung in besonderer Weise verbunden sind und eigene einschlägige Forschungsleistungen vollbracht haben. Aus dem Kreis der korrespondierenden Mitglieder werden die ordentlichen Mitglieder gewählt.

Außerdem hat eine Reihe von Städten fördernde Mitgliedschaften übernommen und unterstützt auf diese Weise die Aktivitäten des Arbeitskreises. Der Südwestdeutsche Arbeitskreis veranstaltet in jedem Jahr an einem Wochenende im November eine Arbeitstagung, die an wechselnden Orten stattfindet. Die Tagungen sind nicht geschlossen, die Teilnahme steht also jedem Interessierten offen.